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Die Neuerfindung der Diktatur

Wie China den digitalen Überwachungsstaat aufbaut und uns damit herausfordert.

China ist Boomland, längst einer der Motoren der Weltwirtschaft. Innenpolitisch blieb das Land dabei immer autoritär, außenpolitisch zurückhaltend. Doch unter Xi Jinping, dem mächtigsten Staats- und Parteichef seit Mao, erfindet sich der autoritäre Staat neu, in offener Konkurrenz zum Westen. China marschiert nun selbstbewusst in die Welt, gleichzeitig gewährt sich sein System ein Update mit den Instrumenten des 21. Jahrhunderts. Peking setzt auf Big Data und künstliche Intelligenz wie keine zweite Regierung. Die Partei glaubt, den perfektesten Überwachungsstaat schaffen zu können, den die Erde je gesehen hat. Das Ziel ist die Kontrolle der KP über alle und alles. Kai Strittmatter beschreibt die Mechanismen der Diktatur, er zeigt, wie Xi Jinping China umbaut und was diese Entwicklung für uns bedeutet.

Empfehlenswert



Der Schweizer, der Mao fotografierte
Walter Bosshard erlebte China im Umbruch. Seine Bilder bergen bis heute eine politische Sprengkraft.

Ausstellung: «Walter Bosshard / Robert Capa. Wettlauf um China»
22. 9. 2018 bis 10. 2. 2019
Fotostiftung Schweiz, Winterthur, Grüzenstrasse 45, 8400 Winterhur, www.fotostiftung.ch, +41 (0)52 234 10 30
täglich von 11 bis 18 Uhr, Mittwoch von 11 bis 20 Uhr. Montag, sowie 25.12.2018 und 1.1.2019 geschlossen)

Ein ausführlicher Katalog zur Ausstellung ist erhältlich

Der Schweizer Walter Bosshard hat den modernen Fotojournalismus mitgeprägt. Um 1930, als neu gestaltete illustrierte Zeitschriften beispiellose Erfolge feierten, war er an vorderster Front dabei. Seine Bildberichte erreichten ein Millionenpublikum und machten ihn zu einem international gefragten Starreporter. Ab 1931 konzentrierte sich Bosshard auf China, 1933 liess er sich in Peking nieder. Er ahnte, dass dem Reich der Mitte tief greifende Umwälzungen bevorstanden. Fotografierend und schreibend verfolgte er den verheerenden Krieg mit Japan und den Machtkampf zwischen Nationalisten und Kommunisten, er widmete sich aber auch dem Alltag und dem Leben auf der Strasse. 1938 erreichte er als erster Europäer die Lösshöhlen von Yan'an, wo Mao und die Rote Armee ihre Kräfte sammelten. Mit seiner Reportage gewann Bosshard den Wettlauf der Medien - unter anderem vor Robert Capa, seinem Freund und Rivalen.

Peter Pfrunder hat sowohl das Negativarchiv der Fotostiftung Schweiz als auch die Bildbestände im Archiv für Zeitgeschichte (ETH Zürich) neu ausgewertet. In internationalen Pressearchiven sind viele vermisste Fotografien zum Vorschein gekommen, die hier zum ersten Mal veröffentlicht werden.

Bosshards fotojournalistisches Vermächtnis ist eine einzigartige, packende und anschauliche Quelle, um in jenes chinesische Jahrzehnt einzutauchen, das unsere Welt so folgenschwer verändert hat.

Buch: «Walter Bosshard / China brennt», Limmat-Verlag Zürich, 290 S., ca. 75 Fr.



Auf der Suche nach dem Sohn: Mit dem einfühlsamen Film «Voyage en Chine» schuf Zoltán Mayer das Porträt einer Mutter, die auf dem Weg zu ihrem toten Sohn eine fremde Welt und sich selbst neu und besser kennenlernt.e,

Liliane, eine französische Krankenschwester um die Fünfzig, die mit ihrem Mann ein ereignisloses Leben führt, reist zum ersten Mal in ihrem Leben nach China. Der Grund ist der Tod ihres Sohnes Christoph, der sich im fernen Land ein Leben aufgebaut und es bei einem Unfall verloren hat. Nach einem ersten Kulturschock lernt sie über die ehemalige Freundin des Sohnes und weitere Menschen seiner Umgebung von diesem neue und unbekannte Seiten kennen. Gleichzeitig taucht sie in eine fremde Welt ein und beginnt, sich intensiv mit ihrem eigenen Leben auseinanderzusetzen.

Mit wenig viel gemacht

Der Franzose Zoltán Mayer war Kameramann von TV-Serien und Fotograf für die «New York Times». «Voyage en Chine» ist sein erster Film als Regisseur. Er drehte ihn an den Originalschauplätzen, in Frankreich bei Vesoul, in China um Sichuan. Für die Hauptrolle verpflichtete er die belgische Schauspielerin Yolande Moreau, die bei uns mit «Le fabuleux destin d'Amélie Poulain» und «» bekannt wurde. Die Rolle von Christophs Freundin Danjie spielte Qu Jing Jing, eine in China bekannte Filmschauspielerin. Beide lösten ihre Aufgabe verschieden: Liliane mit wenigen mimischen Reaktionen, wodurch sie sich dem Publikum zur Projektion eigener Emotionen anbietet; Danjie mit einem reichen und differenzierten Spiel von Mimik und Gestik, wodurch sie beim Publikum ansatzweise Christoph vergegenwärtigt.

Sanfte Melancholie, Besinnlichkeit und Trauer, die Grundstimmungen des Films, werden gelegentlich von behutsam eingestreutem Humor aufgelockert. Dieser blitzt auf, wenn Liliane mit den kulturellen Besonderheiten des Landes oder der Offenheit der Einheimischen konfrontiert wird. Beispielsweise als sie unerwartet von einer Nachbarin auf ihre grosse Nase angesprochen wird oder wenn es beim Sprechen zum Durcheinander kommt. Dass der Regisseur die Provinz von Sichuan zum Schauplatz ausgewählt hat, ist nicht nur wegen der Schönheit der Landschaften, sondern vor allem in der Tatsache begründet, dass hier der Taoismus noch gelebt und zelebriert wird.eine

Der Weg ist das Ziel

Oft wird er schnell dahergesagt, selten jedoch mit Inhalt gefüllt, der Satz «Der Weg ist das Ziel.» Beim Film «Le Voyage en Chine» jedoch trifft er den Kern der Geschichte. Liliane macht sich auf den Weg nach China. Je länger sie reist, desto mehr stellt sie fest, dass sie ihren Sohn viel zu wenig kennt. Sie trifft ihren Sohn erst in der Leichenhalle, wo sie ihn zu identifizieren hat. Doch dann begegnet sie seiner Freundin Danjie, und diese erzählt ihr ausführlich aus ihrem Leben mit Christoph. Diese indirekten Begegnungen mit ihrem Sohn beruhigt sie.Krankenschwester in ihren Fünfzigern, reist zum ersten Mal in ihrem Leben-

Quelle: der-andere-film.ch



The Nightingale - ein Film von Philippe Muyl
mit Li Bao Tian, Li Xiao Ran, Qin Hao, Yang Xin Yi


Um seiner Frau ein gemachtes Versprechen zu erfüllen, macht sich der Bauer Quan in seine Heimatstadt Yangshuo auf.

Um seiner Frau ein gemachtes Versprechen zu erfüllten, bricht der chinesische Bauer Quan von Peking auf, um einen Vogel, der ihn jahrelang begleitet hat, in seine Heimatstadt Yangshuo zu bringen. Seine Schwiegertochter Chan bittet ihn, seine verwöhnte Enkelin Wei mit auf die Reise zu nehmen.

ZHIGEN löst das Versprechen ein, das er seiner Frau gemacht hat: Er kehrt in sein Heimatdorf zurück, um seinem Vogel die Freiheit zu geben, der sein einziger Freund im Alter war. Er wollte diese Reise allein machen, aber man vertraut ihm seine Enkelin RENXING an. Sie ist ein verhätscheltes Stadtkind, das gezwungen wird, mit ihm mitzugehen.

Auf der Reise zur Grenze des traditionellen China - inmitten einer prächtigen Landschaft - lernen sich diese zwei Menschen kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Sie teilen Erinnerungen und erleben zusammen Abenteuer. Das kleine Mädchen entdeckt neue Werte - vor allem jene des Herzens. Gedreht wurde der Film hauptsächlich in Peking sowie in der Provinz Guangxi in Yangshuo, Guilin und in der Nähe von Sanjiang in Dörfern der Dong-Minderheit.





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